OptOutDay in 40764 Langenfeld initiiert
Kürzlich habe ich von der, durch die Piratenpartei initiierten Aktion OptOutDay (kurz OOD09) erfahren. OOD09 ist eine Aktion, bei der bundesweit ein Zeichen gegen die Sammlung von personenbezogenen Daten gesetzt wird. Die Idee finde ich klasse und ich glaube es ist im ureigenen Interesse eines jeden, dass seine Daten nicht an X-Beliebige dritte weitergegeben werden, die damit anschliessend machen, was immer sie wollen.
Auf der Website des OptOutDay wird folgende Kernaussage formuliert:
Klarmachen zum Ändern!
Wir tragen uns gemeinsam bei unseren regionalen Meldebehörden aus den offenen Listen aus, um ein Zeichen zu setzen. Warum wir diesen Schritt gehen?
Meldebehörden haben das Recht, persönliche Daten, wie zum Beispiel Adresse, Geburtstag, Konfession und Familienstand, an Dritte weiterzureichen, solange man sich nicht selbstständig und ausdrücklich in Schriftform dagegen ausspricht.
Daher veranstaltet die Piratenpartei Deutschland am 17.09.2009 den OptOutDay!
Jedes Rathaus beherrbergt das betreffenden Dokument zum OptOut, also dem Widerspruch der Weitergabe persönlicher Daten an Dritte. Soeben haben ich dieses Dokument beim Rathaus Langenfeld angefragt. Das Ergebnis werde ich im Blog vom Karpfenweg natürlich zeitnah (zumindest “alsbald möglich”) hier posten, damit auch andere Langenfelder gegen die Weitergabe ihrer Daten vorgehen können.
Schritt 1: Besorgen des notwendigen Formulares. Hierzu folgende Email ans Rathaus.
Donnerstag, 20. August 2009
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bitte Sie um eine Auskunft über die Verfügbarkeit eines Antrages zum Widerspruch gegen die Weitergabe meiner personenbezogenen Daten an Dritte.
Nach all den Datenschutzskandalen der letzten Monate, angefangen bei der Deutschen Telekom bis hin zum Adresshandel aus Melderegistern und dem erfolgreichen Experiment von Verbraucherschützern, die sechs Millionen illegale Datensätze erfolgreich kaufen konnten, hege ich ein gestiegenes Interesse darin mich vor Adresshändlern und Direktmarketing-Unternehmen zu schützen. Denn für diese Unternehmen gilt nach wie vor das sogenannte “Listenprivileg”, das es ihnen erlaubt, listenmäßig zusammengefasste, personenbezogene Daten zu erfassen und zu verarbeiten, ohne dass der Verbraucher zustimmen musste.
Wer das nicht möchte, muss dieser Datenerfassung und -weitergabe ausdrücklich widersprechen.
Genau das möchte ich tun und bitte Sie daher freundlich mich einzuweisen, wie ich dies machen kann. Sicherlich können Sie mir den entsprechenden Vordruck als PDF zukommen lassen und mir erklären, was damit zu tun ist um gegen die Weitergabe meiner personenbezogenen Daten an Dritte zu widersprechen.
Donnerstag, 03. September 2009
Update: Das benötigte Formular, bereitgestellt durch die Stadt Langenfeld, ist hier zu finden.
Schritt 2: Freunde, Familie, Kollegen & Bekannte informieren.
Ich schlage vor, ihr schreibt ein paar Emails, setzt die Statusmeldungen eurer Messenger, StudiVZ-Accounts und so weiter auf die entsprechenden Seiten. Die Aktion muss sich verbreiten.
Schritt 3: Am 17.09.2009 die Beine in die Hand nehmen und OptOuten! :-)



Ich habe nix gegen Daten. Alles, was ich jemals rausgelassen habe, ist wasserdicht, außer für kriminellen Mißbrauch, sonst für alles geeignet. Als alter Marketingmann weiss ich, dass Firmen Daten und Meinungen brauchen, um Trends zu ahnen. Wieviele Insolvenzen…? Markt ist eine imaginäre Größe. Viele Teilmärkte machen Wirtschaft. Von Wirtschaft leben wir alle irgendwie, wenn wir nicht gerade uns den Ar…. im Rathaus plattsitzen… Ja, ich möchte wahrgenommen werden, in der modernen, virtuellen Welt der Datensätze, als real existierender Mensch mit Bedürfnissen, Neigungen, Konsumgewohnheiten, allerdings auch deren Veränderungen. Die interessierten Firmen sollen gefälligst nicht an ihren Zielgruppen vorbeiarbeiten, sie sollen jeweils den Punkt treffen….Telekom hätte ich viel zu sagen und habe schon viel gesagt. Nur Teilnahme verändert positiv.
Firmen müssen lernen, von uns, den Konsumenten. Bedürfnisse und Werte ändern sich.
Befragungen und Daten sind da nützlich, wenn man nicht gerade der Buback-Mörder war….(gerade wieder aktuell-Sorry), oder einer konspirativen Vereinigung angehört. Liebe Grüße Heinrich
…da bin ich gespannt was als Antwort kommt ^^
@marcO
@marcO: Eine Antwort gab es bisher nicht. Dafür ist mir aufgefallen, dass am darauffolgenden Freitag ein auffällig an Beamten-Arbeitsweise ähnelndes Suchmuster in meiner Statistik aufgetaucht ist: “Familienname KOMMA Vorname”.
Interessanterweise habe ich schon seit je her Besucher über Suchmaschinen auf meinen Blog gelockt, die nach “Vorname Nachname” gesucht haben. “Nachname, Vorname” ist das erste mal aufgetaucht. Ich rechne mal Zwei und Zwei zusammen…
Referer wäre ja in diesem Zusammenhang noch sehr gut zu wissen ^^
War ich eigentlich der Einzige der da war? ^^
Habe von 17:55 bis 18:05 gewartet und hab dann meine Erklärung abgegeben.
Aber ansonsten hab ich niemanden gesehen… War ich zu ungeduldig?
@Torsten
Ich wage das nicht zu beurteilen ;)
Ich selbst war jedenfalls nicht da. Arbeitsbedingt.
Aber kannst du mir vllt mal eine Email schreiben zwecks Kontakt knüpfen?