Zum Thema Forderung nach Frauenquote im Bildungsstreik
Ich finde es ja immer gut, wenn Leute aufhören immer nur zu moppern und endlich etwas dafür tun, dass Dinge sich zum positiven hin verändern. So auch bei dem Bildungsstreik, welcher bereits vor einigen Wochen schon in Österreich losgetreten wurde und bisweilen auch in die Republik rübergeschwappt ist. Wer bisher noch nichts davon mitbekommen hat, muss sich nicht wundern: Die Mainstream-Media hat das Thema ja auch so lange unter den Teppich gekehrt, wie sie nur konnte.
Soweit ich das mitbekommen habe, sind die Motivationen und auch die Forderungen respektive Verbesserungsvorschläge der Studierenden und teils auch sogar der Lehrkräfte sehr löblich – bis auf den untersten:
1) Bildung statt Ausbildung
2) Freier Hochschulzugang
3) Demokratisierung der Universitäten
4) Ausfinanzierung der Universitäten
5) Das Behindertengleichstellungsgesetz muss an allen österreichischen Universitäten umgesetzt werden, um ein barrierefreies Studieren zu ermöglichen.
6) Beendigung der prekären Dienstverhältnisse an den Universitäten
7) 50% Frauenquote in allen Bereichen des universitären Personals
Das ist wieder ein Paradebeispiel wie man im Rahmen einer löblichen Aktion übers Ziel hinausschiesst und Sachen in die Agenda einschmuggelt, die da eigentlich überhaupt nichts verloren haben. Eine Frauenquote einzuführen, hat meiner Meinung nach überhaupt nirgens etwas verloren, zumal wir bereits alle Gesetze haben, die Frauen den gleichen Zugang zu Unis gewähren, wie auch Männern. Die Gesetze sind schliesslich nicht für Männer oder Frauen geschrieben, sondern gelten für alle.
Ferner muss man sich doch vor Augen halten, dass es nichts bringt mit Gewalt den Frauenanteil hochzutreiben. Das ist genauso schwachsinnig, wie dass man die Qualität unserer Unis anhand der Patente beurteilt, die sie anmelden. Fefe hat da ja glücklicherweise bereits drauf hingewiesen, wie grotesk das ist.
Ich rufe alle Studis auf, dieser Frauenquote keinen weiteren Raum in euren Forderungen einzuräumen und genauer zu hinterfragen, was ihr da formuliert. Bis auf den Punkt mit der Frauenquote sind ja ansehnliche Ergebnisse zu Stande gekommen – ihr könnt es also!



Frauenquote ist ein veraltetes Instrument und schadet eher den Frauen, die als “Quotenfrauen” ausgemacht werden, auch und vor allem wenn es sich um solche handelt, die ohne Quote, allein ihrer Leistung wegen, an ihren Lehr-Plätzen sind, oder sein könnten.
Frauen haben heute exakt den gleichen Zugang zu fast allen Berufen, zumal akademischen, wie Männer, sogar mit leichtem Nachteil für Männer (siehe verlorenes Jahr für Bundeswehr/Zivildienst und damit verbundenes Anschlußdefizit des angesprochenen Jahrgangs gegenüber jungen Frauen).
Im Gegenteil, kann es nicht im Interesse von Frauen liegen, gesetzlich verbriefte Vorteile gegenüber Männern zugesprochen zu bekommmen, die ein Hinweis darauf sind, dass allein der Leistungsvergleich zwischen Mann und Frau immer zu Ungunsten von Frauen ausginge…., das ist Macho-Denke, ähnlich, wie Frauen die Türe aufzuhalten, weil sie auf Stöckelschuhen über die Schwelle stolpern könnten. obwohl sie ggf. Hochleistungssportlerinnen sind.