Twitter degradiert mit neuer Funktion die Privatsphäre aller Nutzer
Bei Twitter haben sie jetzt eine neue Funktion eingeführt. In den Optionen seines Kontos können Nutzer nun bestimmen, ob ihr Konto anhand Ihrer Emailadresse gefunden werden soll. Regierstriert man sein Twitterkonto beispielsweise mit der Emailadresse irgendwas@irgendwo.org und jemand sucht nach dieser Adresse, würde als Ergebnis das Twitterkonto zu der Emailadresse irgendwas@irgendwo.org erscheinen. Dies führt das Problem nach sich, dass Nutzer, die Twitter gerne möglichst anonym nutzen möchten, in Ihrer Privatsphäre gestört werden, denn obwohl es die Möglichkeit gibt, das Auffinden anhand seiner Emailadresse zu unterbinden, ist diese neue Funktion standardmäßig für alle Accounts aktiviert.
Zwar werden Emailadressen standardmäßig nicht veröffentlicht, also im Klartext angezeigt, dennoch birgt diese Funktion die Gefahr, dass die Anonymität des Twitterbenutzers unterwandert wird. Jemand, der anhand der Emailadresse herausfinden möchte, ob eine Person twittert – und wenn ja unter welchem Konto – wäre aufgrund dieser Funktion hierzu in der Lage.
Wer also nicht will, dass er anhand seine Emailadresse in Twitter auffindbar ist, der möge sich auf kürzestem Wege in seine Kontoeinstellungen bewegen und die entsprechende Option konfigurieren. Der betreffende Menüpunktlautet “Andere können mich über meine E-Mail-Adresse finden”.
Seid so sozial und informiert eure Freunde.
Wichtiges Update: Im Zuge des unten zu findenden Diskussionsverlaufs, hat sich ergeben, dass Twitter – entgegen meiner ersten Feststellung – mit der Einführung der neuen Funktion den Datenschutz im Grunde genommen nicht verschlechtert, sondern gestärkt hat – jedoch bleibt ein bitterer Nachgeschmack.
Hintergrund ist folgender: Offensichtlich ist es schon immer so gewesen, dass man anhand seiner Emailadresse auffindbar gewesen ist – die wenigsten werden dies gewusst haben (ich persönlich wusste dies auch nicht). Mit Einführung der neuen Funktion gibt Twitter seinen Nutzern zwar die Möglichkeit, sich anhand der eigenen Emailadresse nicht finden zu lassen, jedoch setzt der Dienst voraus, dass der Benutzer diese Entscheidung selbstständig trifft. Einen Hinweis alá “Hey, Du kannst Deine Privatsphäre jetzt stärken, schau mal in die Optionen!” habe ich seit Einführung der Funktion leider noch nicht gesehen!
Ich bin der Meinung ein bedeutender Dienst wie Twitter sollte schon mit Standardeinstellungen ein Höchstmaß an Privatsphäre gewährleisten. Schön ist es jedoch dennoch zu sehen, dass Twitter jetzt in diesem Zusammenhang verbessert wurde.



@faustjucken_de Allein schon, weil bei Community-Diensten immer wieder Mailadressen an Spammer gelangen, melde ich mich bei solchen Portalen grundsätzlich nur mit Wegwerfadressen an. So auch bei Twitter. Wer mich unter dieser Adresse suchen will, kann es gern versuchen. Die Mailadresse kann er exakt einmal anschreiben.
gutes Update…damit daß es beim ersten Einloggen aufpoppen sollte stimme ich mit dir definitiv überein. Und noch was gutes hatte es ja. Ich werd deinen Blog jetzt mal in Ruhe lesen. Kannte ich noch nicht :)
Danke für den Hinweis. Ich finde es jedoch für Firmen ganz interessant.
Ich wusste das und nutze es um Freunde zu finden. Schöne Sache.
Opt out ist und bleibt widerliche Scheiße. Punkt. Jemandem etwas unterjubeln und “davon auszugehen”, daß der das schon gut finden wird, ist nachgerade der Beweis dafür, daß man selbst schon davon ausgeht, daß niemand das WasAuchImmer würde haben wollen, wenn man es ihm anbietet und man offenkundig keine guten Argumente dafür hat. Und so etwas ist einfach nur peinlich.
Jeder kann doch selbst bestimmen mit welcher Mailadresse er sich anmeldet.
Also ich kenne genug, die haben eine extra Mailadresse für Twitter mit der man ihre Identität nicht finden kann.
wer auf höchstmöglichen schutz der privatphsäre bedacht ist sollte wohl twitter nicht nutzen. ich werde anhand meiner mailadresse auch in allen möglichen gästebüchern, foren, und was weis ich nicht alles gefunden. wer denkt sich anonym im web bewegen zu können träumt.
Wie gut, dass ich immer und überall verschiedene eMail Adressen nutze….
Warum haben Autos eigentlich Sicherheitsgurte? Wer auf höchstmögliche Sicherheit bedacht ist, sollte gefälligst kein Auto nutzen! Scheiß Sicherheitsgurte. Immer diese uncoolen Panikleute, die erst seit kurzem Auto fahren und nicht mit ihrem Auto umzugehen wissen. Ist doch klar, dass Autofahren gefährlich ist.
Ich stelle mir hier gerade die Frage: Wozu nutze ich überhaupt Twitter, wenn ich anonym bleiben will? Will ich nicht gerade mit Twitter das Gegenteil erreichen und mich im Netz bekannter machen?? Wieso mische ich mich unters Volk, wenn mich aber keiner erkennen soll und kontaktieren darf? Irgendwie sehr widersinnig… Wer anonym bleiben will, sollte sich in sein Kämmerchen einsperren und sich mit seinem engen Vertrautenkreis austauschen, aber auf Twitter ist dieser Mensch bestimmt nicht an der richtigen Stelle.
Es geht meiner Meinung nicht darum, ob jemand anonym sein will oder nicht, sondern um die Frage, wieviel persönliche Informationen ich bereit bin herauszugeben ( dazu gehört auch die Mailadresse ) . Gerade der Datenskandal bei SchuelerVZ vor einigen Monaten hat bewiesen, das genau durch die Auffindbarkeit bestimmter Informationen eine umfangreiches Profil erstellt werden kann. Ich könnte mir schon vorstellen, das Informationen wie bspw. eine Mailadresse für Spammer oder Phisher interessant sein können, z.b. mit vorherigem Abgleich Ihrer eigenen Datenbank, um zielgruppenspezifischen Spam zu versenden.
Das sollte eigentlich auch für Twitter der Hauptgrund sein, diese Funktion defaultmässig zu deaktivieren. Opt-In ist hier Pflicht.
Im Web 2.0 denkt scheinbar niemand mehr nach… -> selbst Schuld
Sry.. aber überall wo ich meine Daten Angebe muss ich auch mit rechnen das ich darüber gefunden werden kann (und seis durch einen bug).
Fazit – will ich nicht mit was asoziiert werden – nutze ich eine ‘andere’ Email Adresse. Schnell erstellt, kostenlos, kein Aufwand (weiterleiten lassen an die vorhandene).
Natürlich hätte man ne kleine Info einblenden können (ruhig sollen..) wo man darauf hinweisst das man das jetzt unterbinden kann..
.. aber ob auch immer alles so ist und funktioniert wie die Seiten das versprechen?
Dann doch lieber, wenns einem doch scheinbar schon so wichtig ist, ne seperate – Anonymere – Email Adresse benutzen und nicht auf die Seiten vertrauen.
Wer nicht erreichbar sein möchte und paranoid ist hat auf Social Media Diensten auch wenig verloren, da es nicht dem Sinn von Social Media entspricht.
Diese Funktion haben sich mehr gewünscht als sie ablehnen, man kann Sie eh deaktivieren. Bevor alle sich beschweren sollen Sie den Twitter Accounts folgen und den Blog lesen, da wird alles besprochen und man kann auch Einfluss nehmen. Danach sich zu beschweren ist unsinnig, zumal wenn man in der Minderheit ist. Habt ihr der GEZ Gebühr zugestimmt? Harz VI? Wisst ihr dass E-Mails im Reintext im Internet übertragen werden und jeder mit ein bisschen Wissen diese lesen kann, da 99% der E-Mails unverschlüsselt übertragen werden?
Artikel ist schlecht recherchiert, siehe auch Nachtrag, und reine Panikmache.
“Einen Hinweis alá “Hey, Du kannst Deine Privatsphäre jetzt stärken, schau mal in die Optionen!” habe ich seit Einführung der Funktion leider noch nicht gesehen!”
Dann macht die Augen auf, lest den Twitter-Blog auf dem allen Neuigkeiten angekündigt werden und folgt den Twitter Accounts von Twitter.
Genau, Herr Hübner (und ähnliche)! Wer schwach ist, ist selbst schuld! Soll er halt gefälligst stark sein oder bitte nich am Leben teilnehmen. Is nun mal alles ein Haifischbecken, wer da mitschwimmen will darf sich nicht wundern, wenn ihm ein Bein abgebissen wird! Scheiß auf Darwin – Ellenbogen rulez, gell?
Pfui deibel, was ein erbärmliches Weltbild.
Naja, nicht ganz. Es gibt auch Leute, die möchten ihre Meinung verbreiten, können dies aber im echten Leben nicht, weil sie dafür nur Hohn und Spott ernten würden. Anonym ist dies aber möglich. Also: bloß, weil einer Anonym bleiben möchte, heißt das noch lange nicht, dass er nichts zu sagen hat!