Blog vom Karpfenweg

In der SPD ist die soziale Kälte noch nicht so hart, wie in der FDP

Der FDP-Abgeordnete Rainer-Michael Lehmann wechselt jetzt zur SPD. An sich ja schonmal keine dumme Idee aus der FDP auszutreten, einzig die Begründung “wegen der sozialen Kälte” in Anbetracht seines zukünftigen Heimathafens ist ja einen Lacher wert. Die FDP-Abgeordnete Senftleben kommentiert das ganze wie folgt:

Senftleben glaubt an eine Absprache zwischen der SPD-Fraktionsführung und Lehmann – der werde in Kürze Nachfolger des von Filzvorwürfen belasteten SPD-Abgeordneten Ralf Hillenberg als Vorsitzender des Petitionsausschusses, vermutet Senftleben. “Es ist alles nur ein Deal”, so die FDP-Abgeordnete.

Und ich erwähne das nicht, weil ich damit sagen will, dass der Lehmann in erster Linie karrieregeil ist. Es zeigt wieder einmal mehr, dass die etablierten Parteien keinen eigenen Charakter mehr haben. Wäre es anders, würde die SPD einen Lehmann, der aus der FDP nicht so ohne weiteres aufnehmen. Der war schliesslich nicht erst seit vorletzter Woche bei der FDP, sondern laut dem Artikel seit Ender der 80er Jahre. Offensichtlich spielt die eigene Geisteshaltung der Mitglieder keine so grosse Rolle für die jeweiligen Parteien. Aber das hat man ja kürzlich auch an der SPD gesehen. Aus der Parteibasis, also der breiten Masse innerhalb der Partei, wurde ja kritisiert, dass die Politik von oben nach unten, statt andersherum gemacht wird.

Passt ja alles wunderbar zusammen und ergibt Sinn :-)

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