Blog von Peter Piksa

Was viele Wikileaks-Kritiker gemein haben

Was mir an vielen Kritikern von Wikileaks auffällt, ist, daß ihr Weltbild auf Vertrauen gegenüber intransparenten Autoritäten und Institutionen basiert, die Hörigkeit und Willfährigkeit fordern, statt die Zustimmung für ihr Handeln durch die Überprüfbarkeit des selbigen zu gewinnen.

Wenn die politischen Apparate der Welt ein stabiles, auf Grundsätzen der Ethik basierendes Gerüst für staatliches Handeln geschaffen hätten, welches Staaten hervorbringt, in die man Vertrauen legen kann, wäre Wikileaks in erster Linie gar nicht notwendig.

Die bloße Existenz von Wikileaks und besonders die Zahl der Unterstützer dokumentiert Wikileaks Daseinsberechtigung und ist ein Beleg dafür, daß die “unabhängige Presse” über Jahre hinweg dysfunktional war und ist.

Die Hackerethik lehrt, daß »alle Informationen frei zugänglich sein müssen« und daß man »Autoritäten misstrauen, dafür Dezentralisierung fördern« soll. Grundsätze, die – und davon bin ich zu tiefst überzeugt – wenn man sein Denken und Handeln an ihnen ausrichtet, in der Lage sind, eine ehrlichere und lebenswertere Gesellschaft zu formen. Man muss es nur wollen!

Sie koennen diesen Artikel kommentieren. RSS 2.0

Ein Kommentar

  1. Bonsaibaeumchen schreibt:

    Sehr treffend formuliert. Vielen dank!

    10.12.2010 um 12:10

Diesen Artikel kommentieren