Ein großartiges Vorbild für Regierungschefs
Nachdem Norwegen von einem Massenmord an 92 Menschen verübt durch einen rechten, fundamentalen Christen erschüttert wurde, gab Norwegens Premierminister Jens Stoltenberg eine Stellungnahme ab, deren Worte mich schwer beeindruckt und beinahe zu Tränen gerührt haben.
Zu Tränen gerührt, weil ich einen Moment darüber nachdachte, in welch besserer Welt wir heute leben würden, hätten die Staats- und Regierungschefs der westlichen Welt nach den Terroranschlägen vom 11. September eine auch nur vergleichbare Geisteshaltung an den Tag gelegt, wie dieser Jens Stoltenberg, der sich beseelt vom Geiste einer freien Gesellschaft mit folgenden Worten an die Norweger wandte:
Morgen werden wir der Welt zeigen, daß Norwegens Demokratie an dieser Herausforderung wachsen wird.
[...]
Wir dürfen niemals aufhören, für unsere Werte aufzustehen. Wir müssen beweisen, daß unsere offene Gesellschaft auch diese Prüfung bestehen kann und daß die Antwort auf Gewalt noch mehr Demokratie und noch mehr Menschlichkeit, aber niemals Naivität ist.
(Die deutsche Übersetzung basiert auf dem englischen Untertitel.)
Zur Erinnerung: Die Regierungen unseres und unserer benachbarten Länder haben als Reaktion auf Terrorakte damit begonnen, den Rechtsstaat zu einem Präventions- und Sicherheitsstaat umzurüsten, versucht durch die Erwägung von “Rettungsfolter” die Würde des Menschen zu relativieren und die Privatsphäre ihrer Bürger zu missachten.
Ich wünsche mir mehr Menschen mit einer Haltung wie Jens Stoltenberg.
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Vorratsdatenspeicherung; Es gibt nichts, wogegen sie nicht hilft | politik news schreibt:
[...] dürfte auch dem norwegischen Regierungschef Jens Stoltenberg klar sein, der bereits am Wochenende verlautbart hatte, man wolle den Anschlägen nicht mit weniger, sondern mit mehr Demokratie [...]
26.7.2011 um 16:03
Schmerzensgeld das den Rechtsstaat stärkt » Blog von Peter Piksa schreibt:
[...] Das Urteil sollte man als Anlaß nehmen, sich klar zu machen, daß ein Rechtsstaat sich nur solange als Rechtsstaat behauptet, wenn er seine Prinzipien besonders in schweren Zeiten angemessen würdigt. Dem Richter sei Dank, daß er mit diesem unpopulären Urteil dankenswerter Weise dem Willkürstaat seine Ablehnung präsentieren. Damit steht er in bester Gesellschaft mit dem schwedischen Premierminister Jens Stoltenberg. [...]
4.8.2011 um 13:42