Blog von Peter Piksa

Die Telekom kann nicht genau sagen, bis zu welcher Datenmenge Daten “ungedrosselt” fließen

5.6.2013, 9:32 Uhr

In den vergangenen Tagen fand zwischen der Deutschen Telekom und mir via Twitter ein Gespräch statt, das glaube ich von öffentlichen Interesse sein dürfte. Es geht dabei um die vonseiten der Telekom für 2016 in Aussicht gestellte “Drosselung” (andere sagen dazu “funktionale Kaputtmachung”) der im Festnetz-Internet tariflich bereitgestellten Bandbreite. Diese soll ab Erreichung einer übertragenen Datenmenge in Höhe von 75 Gigabyte (wobei in diese Rechnung sowohl die Downloads als auch die Uploads einfliessen) auf 384 Kilobit pro Sekunde vermindert werden.

Alles begann mit einer Frage nach der eigentlichen Datenmenge, ab der “gedrosselt” werden soll – und zwar in der Maßeinheit Bit, dem kleinsten möglichen digitalen Informationsschnipsel mit dem Computer arbeiten.

Nun ist meine Frage durchaus erklärungsbedürftig. Zum einen ist nicht für jedermann offensichtlich klar, weshalb ich gerade nach den Bits gefragt habe, wenn doch die Zahl 75 Gigabyte im Raume steht und damit eigentlich(!) schon alles klar sein müsste. Zum anderen: Wie kommt es eigentlich zu den beiden Werten “600.000.000.000″ und “644.245.094.400″.

Vorweg eine kurze Erläuterung zu den Zahlen

Wer sich schon einmal eine Festplatte mit einem Terabyte Speicherkapazität gekauft hat, wunderte sich wahrscheinlich, weshalb sein Computer die Platte nur mit rund 931 Gigabyte erkannte. Das Problem rührt daher, daß Computer auf Zweierpotenzen basieren, die Angaben Kilo, Mega, Giga, Tera und so weiter jedoch Zehnerpotenzen ausdrücken.

Festplattenhersteller beispielsweise berechnen die Kapazität ihrer Produkte nach folgendem Schema:

Kleinste mögliche Einheit = 1 Bit.
8 Bit ergeben 1 Byte.
1.000 Byte ergeben 1 Kilobyte.
1.000 Kilobyte ergeben 1 Megabyte.
1.000 Megabyte ergeben 1 Gigabyte.
1.000 Gigabyte ergeben 1 Terabyte.

Computer hingegen – ich hatte es bereits erwähnt – kennen nur Eins oder Null und arbeiten entsprechend mit einem Zweierpotenzsystem. Die Rechnung sieht demnach ein Bißchen anders aus:

Kleinste mögliche Einheit = 1 Bit.
8 Bit ergeben 1 Byte.
1.024 Byte ergeben 1 Kibibyte.
1.024 Kibibyte ergeben 1 Mebibyte.
1.024 Mebibyte ergeben 1 Gibibyte.
1.024 Gibibyte ergeben 1 Tebibyte.

Kibi/Mebi/Gibi-bittewas? Klingt auf den ersten Blick komisch, ist aber so. Weil Angaben wie “Kilo” nun einmal 1.000 und nicht die für Computer relevanten 1.024 ausdrücken, wurde eines Tages die so genannte “IEC-Notation” eingeführt, die wiederum Ordnung in das ganze Schlamassel bringt. Die IEC-Notation führt erstmalig Binärpräfixe (also das Kibi, Mebi, Gibi usw.) ein und erlaubt eine sinnvolle weil aus Kundensicht eindeutige Angabe einer Speicherkapazität.

Zum besseren Verständnis: Die Angabe “600.000.000.000 Bit” entspräche der Rechenart eines Festplattenherstellers und somit 75 Gigabyte bzw. 69.84 Gibibyte. Wohingegen “644.245.094.400 Bit” dem entspräche, was man eigentlich erwarten würde, 75 Gibibyte. Was man hierbei wissen muss: Ein Windows-Betriebssystem rechnet intern mit IEC-Notation, also in Gibibyte, stellt die Größe einer heruntergeladenen Datei jedoch in Gigabyte dar. Es ist daher wichtig, zu wissen, wie viel denn nun wirklich geladen werden kann!

Ich habe mich also gefragt: Wenn Angaben von Festplattenherstellern und Betriebssystemen aus Kundensicht verwirrend sind, weshalb sollten ausgerechnet Telekommunikationsdienstleister hier eine Ausnahme sein?

Um eine hieb- und stichfeste Angabe über das maximal übertragbare ungedrosselte Datenvolumen eines Telekom-Datentarifes zu erhalten, fragte ich also an, wie viele Bits man übertragen darf, bevor die “Drosselung” greift.

Das zu beantworten sollte für die Telekom ja eigentlich nicht so schwer sein. Immerhin sind ja schließlich sie diejenigen, die sich ihre Verträge und das Konzept der “Drosselung” ausgedacht haben. Aber “denkste!”, wie der nachfolgende Antworttweet beweist:

“Na gut, fragt mal!”, dachte ich mir. Ich warte dann so lange am Empfang. Lang können die Gänge bis zum Kollegen ja selbst in einem großen Unternehmen wie der Telekom ja nicht sein. Ich wartete also… bis zum nächsten Tag – worauf ich dann doch noch einmal nachfragte:

Wenige Minuten später dann die Antwort:

Das war am 1. Juni. Alles klar, die Gänge sind offenbar doch länger, als ich erwartet hatte. Lassen wir den Damen und Herren in ihren magentafarbenen Hemden doch noch eine Weile. Lange kann es ja nicht mehr dauern! Zwei Tage später, es war bereits der 3. Juni, hatte ich leider noch immer keine Antwort erhalten, fragte erneut nach und erhielt auch prompt eine Reaktion:

Ok..? Die “Fachabteilung” kann Stand Juni 2013, zu einem Zeitpunkt also, an dem die Telekom ihren Kunden bereits eine funktionale Zerstörung ihrer Internetbandbreite in Aussicht gestellt hatte, sobald eine bestimmte Menge an Daten geflossen ist, nicht zweifelsfrei benennen, wie groß die ungedrosselte Datenmenge denn nun eigentlich ist? Ernsthaft?

Wohlgemerkt: “Fachabteilung”. Und das, obgleich die Verträge bereits stehen! Mein Gesprächsverlauf war inzwischen auch Dritten (möglicherweise Telekom-Kunden) aufgefallen, die sich zu Wort meldeten:

Und so fragte ich dann doch noch einmal nach…

…und erhielt am Folgetag eine Antwort, die eigentlich nichts sagt, und gleichsam doch so vieles offenbart:

Bleibt eigentlich nur noch die Frage offen, ab wieviel übertragenen Bits der Internetzugang funktional kaputt gemacht wird. Die Kernfrage. Nicht etwa irgendein unwichtiges Detail am Rande.

Es ist ja nicht so, daß es hier um Erbsenzählerei ginge. Der Unterschied beträgt immerhin 7.37 Prozent beziehungsweise 5.15 Gibibyte beziehungsweise 5.53 Gigabyte.

Und unabhängig davon, ob meine Ausführungen zu Gigabyte und Gibibyte nun verständlich waren: die besagten Fünf-komma-Qietsch Giga/Gibibyte sind eine Größenordnung, für die es sich zu fragen lohnt – besonders wenn man sich vor Augen hält, daß der Datenhunger künftiger Internetdienste weiter wachsen wird, und zwar unabhängig davon, ob der gebuchte Tarif nun einem Singlehaushalt oder einer Familie mit drei internetbegeisterten Kindern dient.

2006 warb die Telekom noch mit dem Slogan “Hallo Zukunft!”. Was Telekomkunden 2013 respektive 2016 bekommen, sieht man ja.

So plusminus 5 Giga/Gibibyte jedenfalls…

TL;DR / Fazit

Die Telekom kann nicht genau sagen, bis zu welcher Datenmenge Daten “ungedrosselt” fließen, obwohl die “Drosselung” bereits heute in den Verträgen steht. Das ist mindestens peinlich. Um Klarheit zu schaffen, muss vonseiten der Telekom bloß angegeben werden, ob das magentafarbene Gigabyte nun aus 8.000.000.000 oder 8.589.934.592 Bit besteht.

Tut sie dies nicht, ist davon auszugehen, daß der kleinere Wert zieht. Die Drosselung griffe demnach bereits bei einer übertragenenen Datenmenge, ähnlich wie bei dem Problem mit den Festplatten, die kleiner ausfiele als dem Kunden sugerriert wird – statt bei 75 wäre bereits bei rund 69.8 Schluss mit Highspeed.

Kunden der Telekom sollten vonseiten der Telekom Klarheit einfordern – und zwar jetzt, und nicht erst ab 2016. Auch alle übrigen Telekommunikationsanbieter sollten ihr Verständnis von Gigas und Gibis öffentlich klären – und zwar zumindest im Kleingedruckten.

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Interessiert an Bürgerrechten und Netzpolitik. In der IT-Branche tätig. Parteilos, zumindest was die Parteien anbelangt.

Ich mag süße Kätzchen sehr.
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36 Kommentare

  1. TmoWizard schreibt:

    Hallo Peter,

    die Drosselkom scheint ja wirklich ein toller Verein zu sein… oder so! Irgendwie bin ich immer wieder froh, daß ich schon seit ein paar Jahren nicht mehr bei denen bin.

    Das ist wieder mal ein gutes Beispiel dafür, in welchem miserablen Zustand dieser Laden tatsächlich ist. :-(

    Grüße nun aus Augsburg nach Langenfeld!

    Mike, TmoWizard

    5.6.2013 um 10:02

  2. Kuddel schreibt:

    Also eigentlich ist mir das egal wie Sie rechnen. Die Unsicherheit besteht ja nur im ersten Monat.
    Ich erwarte allerdings einen Einzelpaketnachweis in dem für jedes Paket aufgeführt ist:
    - Größe
    - Quelle
    - Ziel
    - Datum
    - Zeit
    Extra aufgeführt und nicht berechnet den Traffic den ich nicht bestellt haben. Ungefragte Zugriffe von außen und alle DHCP Pakete nach der ersten Abfrage im Kalendermonat.

    … ach ja, bitte per Post (oder Paketdienst)

    5.6.2013 um 14:50

  3. Nachtwächter-Blah » Telekomiker des Tages: Tja, wir machen zwar scho… schreibt:

    [...] Telekomiker des Tages: Tja, wir machen zwar schon Verträge, dass wir ab einer gewissen »verbrauchten« Datenmenge (ja, das wird wirklich schon »Verbrauch« genannt) den Internetzugang drosseln, aber ab welcher Datenmenge wir das genau tun, das wissen wir zurzeit selbst nicht. [...]

    5.6.2013 um 16:26

  4. Heiko schreibt:

    Da weiß man gar nicht, ob man lachen oder weinen soll m(

    5.6.2013 um 17:11

  5. Stefan schreibt:

    Unsinn,es ist geklärt,und der Support nur Unfähig.
    Aber das trifft auch auf den Autor dieses Beirages zu.

    “Das Problem rührt daher, daß Computer auf Zweierpotenzen basieren, die Angaben Kilo, Mega, Giga, Tera und so weiter jedoch Zehnerpotenzen ausdrücken.”

    Die Telekom hat in ihre AGB Gigabyte geschrieben. Damit ist doch alles klar, und es ist auch klar das die gesamte übertragene Datenmenge zählt. Also ausgehend und eingehend.

    Also bitte, was soll dieser Quatschbeitrag?

    5.6.2013 um 19:33

  6. ralph schreibt:

    Beim Telefon kostet das ja auch nichts, angerufen zu werden. Normalerweise. Das ist ja genauso schlecht wie in Kanada wo dank der Monopolisten auch der Angerufene zahlen muss, also die Telcos DOPPELT kassieren.

    5.6.2013 um 19:45

  7. ben schreibt:

    Derweil macht die Telekom, bzw. die Tochterunternehmen T-Mobile und Congstar, das schon seit Jahren. Die werden ja wohl wissen, wann sie ihre Surf-”Flats” XS,S,M,L,XL,… drosseln und was sie da alles mit rein zählen.

    5.6.2013 um 20:01

  8. Peter Piksa schreibt:

    @Stefan: Da widerspreche ich Dir: Wenn alles klar wäre, wäre die Telekom imstande eine Antwort zu geben. Wie Du an ihren Antworten aber siehst, kann sie das selbst nicht beantworten.

    5.6.2013 um 20:10

  9. Stefan schreibt:

    Die Telelkom hat die Antwort bereits gegeben,den dieser Punkt ist den den AGB ja schon klar und exakt geregelt.

    Das die Presse abteilung die die Kudnen bespassen soll,da nicht sofort ne Anwort hat,sagt nur was über derren inkoptenz.

    In den AGB steht klar 75GB,und nicht 75 GiB.
    Sorry,aber Fakten.
    http://www.telekom.de/dlp/agb/pdf/41211.pdf
    http://de.wikipedia.org/wiki/Byte

    Und es zählt das gesamte Volumen.

    5.6.2013 um 20:42

  10. fr.osch schreibt:

    Interessantes Verständnis von Vertragsrecht offenbart die Telekom hier. Die Kunden sollen zwar heute schon unterschreiben (denn es gibt nur noch Verträge mit Drosselung), erfahren aber erst 2016, welche Bedingungen genau nun gelten. Bis dahin solle man sich doch bitteschön gedulden… Klasse. Das gilt ja nicht nur für die Drosselgrenze, das gilt zum Beispiel auch für die Zusatzkosten, wenn man mehr Volumen hinzubuchen will.

    In meinen Augen ist die Telekom damit ein Abzockerverein erster Güte… erst die Kunden in Verträge locken, die denken sich, so schlimm wird es schon nicht werden, und hinterher dann die schlimmen Bedingungen offenlegen und die Kunden ins offene Messer laufen lassen. Unterste Schublade. Ein Fall für die Verbraucherschützer.

    5.6.2013 um 20:42

  11. Netzagentur verlangt mehr Details über Drosselplänen - ComputerBase schreibt:

    [...] Konzept in der Hinterhand. So hat man etwa keine Antwort auf eine Twitter-Anfrage des Bloggers Peter Piksa, ob die Berechnung des Drossel-Volumens über Binärpräfixe (z.B. Kilo, Mega, Giga) oder [...]

    5.6.2013 um 21:02

  12. Fefes Blog / Die Telekom kann gar nicht sagen, ab wieviel Daten … | entropy wins! schreibt:

    [...] Die Telekom kann gar nicht sagen, ab wieviel Daten denn jetzt eigentlich gedrosselt wird. Neben der Frage, ob wir in Zehner- oder Zweierpotenzen rechnen, stellen sich da ja noch ganz andere Fragen, z.B. ob die IP-Header mitzählen. Oder etwaige weitere Tunnel-Header hinter dem Router. Das MPLS-Label? Was ist mit ICMP? Multicast? Was ist mit ungefragt einkommenden Paketen, z.B. wenn jemand portscannt oder bei ssh Passwörter durchprobiert? Wieso sollte ich dafür zahlen? Beim Telefon kostet das ja auch nichts, angerufen zu werden. [...]

    5.6.2013 um 21:40

  13. Daniel schreibt:

    Stell die Frage doch mal zu den Mobilfunktarifen. Da drosseln alle Anbieter schon heute und müssten die Frage beantworten können. Auch die Telekom?!

    5.6.2013 um 21:46

  14. Manfred Gebhard schreibt:

    Habe noch einen Altvertrag mit O2 für Surfstick. Ohne drossel. bieten sie heute leider nicht mehr an.

    5.6.2013 um 22:18

  15. Stefan schreibt:

    @Daniel

    Das ist für die Leute die jetzt den Weltuntergang ausrufen,offenbar irrlevant.

    Auch bei DSL gibt es ja anbeiter die Tarife mit DRiossleung anbieten,z.b 1und1 und TAL.de

    5.6.2013 um 23:08

  16. frank schreibt:

    wen wundert das denn?
    zum einen steckt vater staat noch mit drin und verfolgt mit absoluter sicherheit eigene ziele, die nicht dem volke dienen.
    zum anderen hat dieser ultra hoch kriminelle mafia verein keine kohle, denn die wird dank angelsächsicher fädenzieher in sinnlose (für uns, nicht die angelsachsen) und völlig marktfremden preisen in ausländische firmen versenkt!

    unterm strich geht es in der tat nur gelenkte (staats) propaganda und den weiteren aderlass der dummdeutschen wachkoma michels…

    6.6.2013 um 0:07

  17. Die Telekom kann nicht genau sagen, bis zu welcher Datenmenge Daten “ungedrosselt” fließen » Blog von Peter Piksa | 2und20.de schreibt:

    [...] http://www.piksa.info/blog/2013/06/05/die-telekom-kann-nicht-genau-sagen-bis-zu-welcher-datenmenge-d… [...]

    6.6.2013 um 4:50

  18. Sebastian schreibt:

    Da die Telekom das Rad ja nicht neu erfindet, sondern bei der Drosselung auf vorhandene Infrastruktur und Techniken setzt, gehe ich davon aus, dass wie in technischen Geräten von Cisco und Juniper üblich mit 1024 gerechnet wird. :-)

    6.6.2013 um 7:03

  19. Wie die Drosselkom Dein Leben ändern wird. | Martin Maubach schreibt:

    [...] Nachtrag: Die Telekom weiß laut aktueller Twitterdiskussion mit Peter Pliska selbst nicht, wann genau die 75GB Datengrenze erreicht ist. Das sei nur ein “Detail” und bis 2016 definiert. Je nach Definition, sorgt aber dieses “Detail” für etwas über 5GB Kontingent weniger, also nur knapp 70GB Volumen. Twitterdiskussion und Artikel gibt es im Blog von Peter Pliska. [...]

    6.6.2013 um 8:38

  20. Momo schreibt:

    Oh, die Fragen gehen noch weiter: Was ist eigentlich mit netzinternem Traffic? Wenn ich Kunde bei der Telekom wäre (was ich nicht bin, Gottseidank!) und mache einen VPN-Tunnel mit einem Freund der auch bei der Telekom ist. Oder ich mach bei mir nen Server auf und wir zocken zusammen Minecraft oder weiss der Geier was. Das ist dann ja alles Traffic, der innerhalb des Telekomnetzes verbleibt. Geht der dann auch von meinem (und seinem!) Volumen ab?

    Und was ist mit all den Paketen, die ich nie haben wollte? Portscans von außen, Scriptkiddies die Bruteforces auf SSH, SMTP, POP3, IMAP und was sonst noch so alles offen sein könnte machen? Selbst wenn ich sowas nicht beantworte weil gegebenenfalls die Ports gar nicht offen sind, dann kommen diese Pakete trotzdem bei mir an und würden dann gegebenenfalls von meinem Trafficvolumen abgezogen werden. Was ist mit Pings? Kann ich also mit nem Pingflood Telekomkunden für den Rest des Monats aus dem Netz werfen?

    6.6.2013 um 9:36

  21. mizch schreibt:

    In der Datenübertragung wird seit jeher mit Zehnerpotenzen (1k = 1000) gerechnet; das war noch nie anders. Lediglich bei Speicher (Rom, Ram) wird mit binären Größen gerechnet (also 1 k = 1024 Bytes). Auch das war noch nie anders. Es handelt sich bei der Anfrage also um ein künstlich aufgebauschtes Scheinproblem.

    Die Telekom hätte das wissen müssen. Aber die kriegen ja nicht mal die Umrechnung von Bytes in Bits hin.

    6.6.2013 um 10:36

  22. ketchup schreibt:

    Erstmal amüsant, aber Stefan hat vollkommen Recht: Die Telekom hat doch schon gesagt, dass sie nach 75 Gigabye drosseln. Und wenn sie dir 5GB mehr geben, sagen sie einfach sie sind großzügig (“ohne Anerkennung einer Rechtspflicht” oder so).

    Auch die Frage, ob Telekom-interner Traffic mitgerechnet wird, ist beantwortet: Aller “nichtprivilegierter” Internet-Traffic wird gerechnet. Up, Down, gewollt, ungewollt, IP, ICMP, von Google, vom Kumpel, alles. Hier ist nichts mehr zu fragen.

    Fazit: Die Telekom will uns ein Bein absägen, da brauche ich keine Diskussion ob überm oder unterm Knie. Und den Support vorzuführen ist unsportlich und tut nichts zur Sache.

    6.6.2013 um 10:54

  23. mizch schreibt:

    Ja. Das Problem ist nicht, ob die Grenze nun ein paar Prozent mehr oder weniger Traffic bedeutet. Es ist die Ungleichbehandlung des Traffics, also der Versuch, durch Verletzung der Netzneutralität doppelt zu kassieren.

    6.6.2013 um 11:03

  24. Peter Piksa schreibt:

    @mizch: Du schreibst:

    In der Datenübertragung wird seit jeher mit Zehnerpotenzen (1k = 1000) gerechnet; das war noch nie anders. Lediglich bei Speicher (Rom, Ram) wird mit binären Größen gerechnet (also 1 k = 1024 Bytes). Auch das war noch nie anders. Es handelt sich bei der Anfrage also um ein künstlich aufgebauschtes Scheinproblem.

    Aha. Soso, interessant. Komisch nur, daß ich vor einiger Zeit bei Vodafone angefragt habe, ob sie mit 1.000 oder 1.024 rechnen und die Antwort 1.024 lautete – Deiner Darstellung widerspricht. Aber Du hast ganz bestimmt recht: Das ist alles nur ein künstlich aufgebauschtes Scheinproblem… *augenroll*

    6.6.2013 um 11:15

  25. mizch schreibt:

    Wie qualifiziert Supportantworten sind, solltest Du eigentlich wissen.

    6.6.2013 um 12:02

  26. Mixed Links: 2013-06-06 | Fabian Schicker schreibt:

    [...] Problem, dass sie momentan weder eine Ahnung hat, was genau sie denn jetzt drosseln will, noch, wie die Datenolumina eigentlich berechnet werden, ab denen gedrosselt [...]

    6.6.2013 um 13:52

  27. mizch schreibt:

    Der Vollständigkeit halber: Englische Wikipedia zum Theme „Megabyte”:

    Nevertheless, the term megabyte continues to be widely used with different meanings:

    Base 10
    1 MB = 1000000 bytes [...] This definition is used in networking contexts [...]

    Alles, was sich aufs Netzwerk (ich schrieb „Datenübertragung”) bezieht, wird in 10er Potenzen angegeben. Auch Internet-Traffic-Statistiken sind immer so zu lesen.

    Auch wäre ich stutzig bei einer Antwort geworden, die besagt, dass Vodafone in einer Einheit abrechnen soll, die kaufmännnisch ungünstiger ist und optisch keinerlei Vorteile bietet. Das wäre ein Nachteil gegenüber dem Wettbewerb, den sich keiner antut.

    6.6.2013 um 16:53

  28. mizch schreibt:

    Aus technischen Gründen musste ich widersprechen. Dennoch möchte ich eine Lanze für diese Blog brechen: Es war möglich, meinen Widerspruch unterzubringen. Und er wurde nicht zensiert — ein Phänomen, das leider in Blogs allzu täglich ist. Man schaue sich nur Hadmut Danischs Blog an: Nordkorea-mäßig findet sich dort nur begeisterte Zustimmung und jubelnde Volksmassen. Der Rest verschwindet ganz schnell.

    Vielen Dank an den/die Inhaber diese Blogs. Man kann sich mal irren, das passiert jedem mal.

    6.6.2013 um 22:02

  29. minime schreibt:

    Tja, da ich davon ausgehe mit meinem Provider weiterhin unbegrenzten Traffic zu haben, wie viele andere sicherlich auch, wird es mir und denen sicherlich ein spass sein arme telekom benutzer mal schön am ersten tag die volle dröhnung udp pakete reinzuwürgen, damit dann auch für den rest des monats der fernseher still bleibt. Ist nur zu eurem besten.

    6.6.2013 um 22:31

  30. Was von der Woche übrig blieb … | monstropolis schreibt:

    [...] Die Telekom kann nicht genau sagen, bis zu welcher Datenmenge Daten “ungedrosselt” fließen [...]

    9.6.2013 um 7:35

  31. Froschs Blog » Blog Archive » Im Netz aufgefischt #114 schreibt:

    [...] Peter Piksa: Die Telekom kann nicht genau sagen, bis zu welcher Datenmenge Daten “ungedrosselt” fließen (via +Marco [...]

    9.6.2013 um 14:55

  32. Der F.E.I.N.(e) Podcast - Der F.E.I.N.(e) Podcast schreibt:

    [...] zur Sendung Telekom redet sich um Kopf & Kragen 75GB – Peter Piksa Amazon: Xbox One* Amazon: PS4* Amazon: Fitbit [...]

    13.6.2013 um 23:07

  33. S. Zehnt schreibt:

    Hallo.,

    ich bin inzwischen glücklich das ich schon einmal eine Internetverbindung von ca. 50 Kb/ Sek. habe. Hier hat man zwar die Rohre verlegt, aber die Kabel sind seit drei Jahren immer noch nicht drin.

    Also geht es per Funk – aber man muss den Stick zum Fenster raus halten sonst geht nicht einmal G2.

    Allerdings ging vorher ausschließlich nur eine Verbindung 3,3 Kb / Sek,. (DSL , UMTS udgl. ging nicht).

    Gruss

    12.7.2013 um 0:27

  34. Deutsche Telekom konkretisiert ihre Drosselpläne in Bezug auf die Übertragungsmengen – jedenfalls so halb. » Blog von Peter Piksa schreibt:

    [...] Juni 2013 schrieb ich darüber, daß die Deutsche Telekom bei ihren Plänen, die Geschwindigkeit ihrer [...]

    14.7.2013 um 16:33

  35. best coffee maker and grinder schreibt:

    An essential part of this system may be the portion packs, which they named
    K Cup, short for ‘Keurig cup’. It grows in lots of tropical places, many of which have become
    poor countries with hardly any industry or development.
    In this type of coffee machine, roasted and occasional beans are set and directly put for the pot.

    27.10.2014 um 0:56

  36. tu.tv schreibt:

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