Bei Wikileaks geht’s nur ums Geldverdienen!
Bei der FDP scheint die Ablehnung gegenüber Wikileaks sich in einer mir nicht nachvollziehbaren Behauptung zu manifestieren, die kurz nach der Veröffentlichung der ersten Depeschen bereits Guido Westerwelle zornig in die Kameras rief.
Hier wird mit rechtswidrig, kriminell erworbenen Daten Kasse gemacht.
Darum geht es.
Jawoll, Herr Westerwelle! Richtig schamlos wird da die dicke Kasse gemacht. Einen Beweis, oder zumindest einen Anhaltspunkt, an dem sich diese belächelnswerte Aussage ansatzweise nachvollziehen liesse, geben Sie ihrem beschämten Zuhörer jedoch nicht.
Ins gleiche Horn bläst auch der Entwicklungsminister Dirk Niebel. Auf der Abgeordnetenwatch beantwortet Niebel eine Frage nach dem möglichen Grund, weshalb es Wikileaks eigentlich gibt, mit folgenden Worten.
Es ist die Rede von mehr Transparenz und mehr Aufklärung. Aber dann müssten vor allem die Machenschaften von undemokratischen Regimes enthüllt werden. Das geschieht nicht. Stattdessen schafft WikiLeaks zusätzliches Gefährdungspotenzial. Es geht offenbar ums Geldverdienen, und es wird nicht bedacht, welche Folgen eine Veröffentlichung haben kann.
Eine Aussage, die so peinlich ist, daß es mir einfach widerstrebt, sie zu kommentieren. Ich verweise an dieser Stelle auf vier Absätze, die ich unter dem Titel »Was viele Wikileaks-Kritiker gemein haben« an eben diese richte.
Mit Dank an Max Winde für diesen Tweet.